Epigentik Teil I




Man kann sie wohl mit Fug & Recht als "Trickkiste des Lebens" bezeichnen, die faszinierende Welt der Epigenetik. Jahrhunderte lang dachte man, dass Gene eine unveränderliche Konstante sind. Und man sozusagen vom Schicksal genetisch entweder bevorzugt oder aber auch benachteiligt wurde. Doch dem ist keinesfalls so und man kann den Verlauf des eigenen Lebens bedeutend mehr beeinflussen, als man noch bis vor Kurzem geglaubt hat.


"Gesundheit ist kein Zufall", so der Titel eines hervorragenden Fachbuchs von Wissenschaftsjournalist Peter Spork, und da kann ich ihm nur zu 100% Recht geben. Doch wem ist heute schon bewusst, dass wir mit unserem Lebensstil nicht nur unsere eigene Genregulation stark verändern, sondern auch die unserer Kinder? Und mitunter sogar jene unserer Enkelkinder, denen wir weit mehr, als nur unsere Gene vererben!


Es war so um die Jahrtausendwende, als Wissenschaftler erstmals herausfanden, dass mangelhafte mütterliche Zuwendung, traumatische Schockerlebnisse, chronischer Stress oder schlechte Ernährung und Umwelteinflüsse (z.B. Luftverschmutzung) das Anfügen oder Entfernen von "Markern" auf der DNA beeinflussen, welche direkt auf die Generegulation Einfluss nehmen. Sie schalten sozusagen unsere Gene an und aus. Das gleiche gilt übrigens auch für mangelhafte Bewegung und im positiven Sinn bei sportlichen Betätigungen.


Sie haben Ihr Schicksal weitaus mehr selbst in der Hand, als es Ihnen vielleicht bis jetzt vielleicht bewusst war!



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